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Der Gebrauchtwagenmarkt im Wandel

Gleich hinter dem Eigenheim folgt der Autokauf auf der Liste der größten Investitionen, die wir im Laufe unseres Lebens tätigen. Keine leichte Entscheidung also, welches Fahrzeug man sich leisten will und kann – einen guten Gebrauchtwagen oder gleich ein neues Auto? Familientauglich oder doch lieber den sportlichen Zweisitzer? Auch wenn der Deutsche in seinem Leben statistisch gesehen 10,8 Autos kauft – und damit mehrmals vor der Qual der Wahl steht – sollte die Entscheidung stets aufs Neue über- und durchdacht werden. Ein paar Grundregeln gibt es jedoch immer.

Entscheidet man sich in Sachen Autokauf für einen Neuwagen, ergeben sich einige Vorteile, die es mit den höheren Kosten im Vergleich zum Gebrauchtwagen abzuwägen gilt. Wer ein bestimmtes Modell in einer ausgefallenen Farbe fahren möchte, die Garantien – beispielsweise auf Durchrostung – schätzt und das Auto auf seine ganz persönlichen Ansprüche abstimmen lassen möchte, wird um die Anschaffung eines Neuwagens selten herumkommen. Der enorme Wertverlust, den neue Autos bereits innerhalb den ersten 20.000 Kilometern „einfahren“, ist für viele allerdings so abschreckend, dass sich von vorne herein auf den Gebrauchtwagenkauf festgelegt wird.

Welcher Gebrauchtwagen ist geeignet?

Höherklassige Modelle mit 30.000 – 50.000 Kilometern Laufleistung, in technisch gutem Zustand und scheckheftgepflegt sind oftmals schon für die Hälfte des Neupreises zu erwerben. Die Tatsache, dass heutige Motoren selbst nach 250.000 Kilometern noch zuverlässig laufen können, wiegt schwer, wenn man den geringen Preis und die geringe Laufleistung mit 40-60% Preisvorteil abwägt. Im Mittel- und Kleinwagensegment fallen die Preisunterschiede geringer aus. Ein aktueller Dacia, der für rund zehn Tausend Euro Neupreis angeschafft werden kann, wird auch nach 40.000 Kilometern nicht unter 6.000 Euro zu haben sein. Der geringe Wertverlust spielt auch den Fahrzeugbesitzern zu, die das Fahrzeug nach einer geringeren Nutzungsdauer verkaufen möchten. Bei wertstabilen Modellen werden, auch bei einem Service für den Autoankauf, der seit Neuestem zeitgemäß von den Automobilplattformen angeboten wird, noch sehr gute Preise erzielt.

Der Wertverfall der älteren Gebrauchtwagen

Bei Gebrauchtwagen, die 10 Jahre und älter sind, ist zu bedenken, dass der Wertverfall am größten ist. Diese Modelle sind, auch bei technisch einwandfreier Funktionalität, für den Verkauf nicht geeignet. Die Interessenten, die sich bis Ende Oktober 2011 um diese Fahrzeuge gerissen haben, besitzen durch weggefallene Exportmärkte eine geringere Zahlungsbereitschaft als im letzten Jahr. Ausschlaggebenden Einfluss hat beispielsweise der Exportmarkt Afrika, der seit Januar 2012 für Fahrzeuge älteren Baujahres nicht mehr zugänglich ist. Durch diese Restriktionen fallen die Preise für Gebrauchtwagen auch in Europa. Für Privatkäufer lässt sich, bei gebrauchten Modellen mit einem älteren Baujahr als 2005, am meisten sparen – obgleich die laufenden Kosten im Vergleich zu Neuwagen sehr hoch ausfallen.

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Gastbeitrag verfasst am 09.März 2012, geschrieben von Timo H.

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