Brennstoffzelle ab 2017 serienmäßig


Bild: © panthermedia.net/hfng - Viele Hoffnungen liegen auf der Brennstoffzelle
Bild: © panthermedia.net/hfng – Viele Hoffnungen liegen auf der Brennstoffzelle

Ab 2017 soll es soweit sein: Endlich sollen die ersten Serienmodelle mit einer Brennstoffzelle betrieben werden. Die jüngst bekanntgegebene Kooperation von Mercedes, Ford und Renault-Nissan macht es möglich. Auch wenn viele Daimler-Fans zunächst etwas enttäuscht sein werden, denn dies bedeutet gleichzeitig, dass sich die Premiere der eigentlich für 2014/15 angekündigten B-Klasse F-Cell um mindestens zwei Jahre verschiebt.

Wie umweltfreundlich ist die Brennstoffzelle?

Vom Antrieb mit der Brennstoffzelle erhoffen sich diverse Branchen einschneidende Innovationen, die das Elektroauto noch in den Schatten stellen könnten. Insbesondere die Mischung aus Umweltfreundlichkeit, ansprechender Fahrleistung und einem fast nicht vorhandenen Geräuschpegel schürt die Erwartungen. Alles, was am Ende den Auspuff verlässt: Wasserdampf, der sich harmlos den Weg in die Atmosphäre sucht. Soweit klingt alles nach einem schönen, neuen Umweltauto.

Woher kommt der Wasserstoff?

Doch nicht nur die Abgase bestimmen die Nachhaltigkeit eines Fahrzeugs, sondern auch die Herstellung der Antriebstechnik. Und diese scheint bei der Technik der Brennstoffzellen noch nicht abschließend geklärt zu sein. Zu ungenau und unklar gestalten sich in dieser Hinsicht die Aussichten und Angaben der Autobauer. Die Stuttgarter Premiummarke mit dem Stern erklärt zu diesem Thema, dass Wasserstoff zu einem großen Teil aus Erdgas erschlossen werde. Schön und gut – aber nur, wenn die Energie für diesen Gewinnungsvorgang nicht ausschließlich aus Quellen wie Atom- oder Kohlekraftwerken gezogen wird. Denn dies würde die eigentlich umweltschonende Brennstoffzelle beinahe ad absurdum führen.

Die Brennstoffzelle: eine Mischung aus Umweltfreundlichkeit, ansprechender Fahrleistung und einem fast nicht vorhandenen Geräuschpegel.

Infrastruktur anpassen

Das zweite Ziel muss sein, eine ausreichende Versorgung mit Wasserstofftankstellen zu garantieren. Die Konzerne planen einige Hunderttausend Fahrzeuge mit solch einem Antrieb auf die deutschen Straßen zu bringen; diese wollen regelmäßig befüllt werden. Neue Bestimmung der EU lassen diesbezüglich berechtigte Hoffnung aufkeimen, da das Netz für alternative Tankstellen spürbar ausgebaut werden soll. Der Weg für die Brennstoffzelle im Auto scheint also geebnet, zugleich steuert die Technik des Elektroautos auf eine immer ungewissere Zukunft zu.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.