Opel Umstrukturierung trifft Entwicklungsstandort Kastel

Opel Umstrukturierung trifft Entwicklungsstandort Kastel

Bild: © GM Company - Opel HydroGen4 - Rüsselsheimer Technologie der Zukunft
Bild: © GM Company – Opel HydroGen4 – Rüsselsheimer Technologie der Zukunft

Etliche Experten prophezeien dem wasserstoffbetriebenen Automobil eine rosige Zukunft. Neben seinen geringen Schadstoffausstößen ist der Antrieb mit dem Gas auch sehr geräuscharm.

Wasserstoff-Technologie in der Schwebe

Fast alle Automobilkonzerne arbeiten seit Jahren an der Entwicklung serienreifer Wasserstoff-Fahrzeuge. Trotz der enormen Bedenken vieler Verbraucher, insbesondere hinsichtlich der vermeintlichen Explosionsgefahr im Kollisionsfall, ist die Technologie mit dem Gas äußerst sicher. Die noch geringe Tankstellendichte und der zu hohe Endpreis der Fahrzeuge beschreiben die Hauptprobleme, vor denen die Entwickler stehen. Trotzdem sinkt die Zahl der Entwickler stetig, jedenfalls innerhalb des Unternehmens Opel Deutschland.

Opel Umstrukturierungen in konkreter Planung

Die bislang in Mainz-Kastel ansässige Entwicklungsabteilung für Brennstoffzellen-Technologie wird zukünftig in die Nähe der Zentrale der Konzernmutter General Motors nach Detroit (Michigan) ausgelagert. Die bisher mit dem Projekt betrauten etwa 200 Opelaner werden sich in Zukunft mit der Verbesserung der elektronischen Antriebskonzepte beschäftigen und ziehen in das Opel-Stammwerk um. Die ursprünglich mit der Wasserstoff-Technologie betrauten Entwickler erhalten neue Arbeitsplätze im Engineering von GM Powertrain und in anderen technischen Bereichen. Ein Termin für den Umzug steht allerdings noch nicht fest.

Forschungsziele neu justiert

In Rüsselsheim soll vor allem an der Batterie-Technologie der Zukunft geforscht werden. Ziel ist es, die Reichweite der Energiespeicher zu erhöhen und gleichzeitig die Produktionskosten zu senken. Das Forschungszentrum (Alternative Propulsion Center), das Ende der 90er Jahre eröffnet wurde, wird jedoch nicht vollständig aufgegeben. Besonders die Kooperation von General Motors mit anderen Herstellern auf dem Gebiet der elektrischen Mobilität, wie beispielsweise LG Chemical, soll ausgebaut werden. Hierzu werden auch andere Forschungsabteilungen auf US-amerikanischem Gebiet zusammengezogen.

Opel hofft weiter

Die Opel Wasserstoff-Flotte fährt derweil weiter. In den Städten Berlin, Düsseldorf und Hamburg unterhält das Unternehmen Wasserstoff-Fuhrparks im Rahmen von Modellversuchen. Diese sind Teil des 2016 auslaufenden Clean Energy Partnership-Projekts der Bundesregierung. Die Opel-Verantwortlichen hoffen weiterhin, dass die in Kastel entwickelten Technologien in naher Zukunft Serienreife erlangen und eines Tages zu einer saubereren Umwelt beitragen werden.


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