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Der Audi 80 im Porträt

 

Dieses Jahr feiert Audi zehn Millionen gebaute A4-Exemplare – inklusive des Vorläufers aus den 70er Jahren, dem Audi 80. Als dieser 1972 vorgestellt wurde, bewarb Audi das Modell mit dem Slogan „Modern, aber nicht modisch“. Damit hat es der Hersteller selbst auf den Punkt gebracht: Am Steuer des blassblauen Audi 80 L fühlt man sich doch etwas spiessig. Das Armaturenbrett ist in Vinyl-Eiche gekleidet, das Cockpit hat nur wenige Schalter zu bieten. Dafür hat das Modell doch 55 PS und für seine Zeit war es auch technisch ausgereift genug, um zum Verkaufsschlager zu werden. Volkswagen machte daraus übrigens den ersten Passat.
Ab 1978 konnte Audi dann mit dem 80 B2 auftrumpfen. Dieser Klassiker ist schneeweiß, auch die Felgen, hat breite Nebelscheinwerfer und einen kleinen Heckspoiler.

Der Audi 80 GTE Quattro wurde 1986 gebaut, was für den Hersteller einen starken Umbruch zur Folge hatte. Der Vierradantrieb sorgte dafür, dass Audi Automobil-Geschichte schrieb. Tilmann Stoßberg, der damals als Projekt- und Entwicklungsleiter an der Konstruktion der Audi-80-Generationen B2 und B3 beteiligt war, erinnert sich: „Wir hatten 1982/93 Glück mit dem Wetter. Der Winter war sehr hart, das Auto verkaufte sich praktisch wie von selbst.“ Das liegt daran, dass der Audi dank Quattro-Antrieb locker in der Spur bleibt und auch im ersten Gang mit Differenzialsperre noch leicht einen Schneehügel rauf kommt. Zudem hatte die Allrad-Limousine kaum Konkurrenz, nur Subaru und der amerikanische Hersteller AMC hatten Allrad-PKWs im Programm. BMW und Mercedes zogen bald nach, mussten jedoch deutlich kompliziertere Allrad-Lösungen in Kauf nehmen, da ihre Autos Hinterradantieb hatten. Auch das Quattro-Image von Audi erreichten sie nicht.

Das 1986er Exemplar hat mit seinen 1,8 Litern Hubraum und 110 PS keine Mühe, den 1180 Kilo schweren Vierzylinder agil anzutreiben. Mit der ordentlichen Zugkraft ist auch das Überholen kein Problem.
Zu dem Erfolg des Audi haben neben Rallye-Erfolgen sicher auch die Platzierung in Film und Fernsehen beigetragen. Sowohl Professor Brinkmann aus der „Schwarzwaldklinik“ als auch Timothy Dalton alias James Bond in „Der Hauch des Todes“ durften das Modell ausfahren.

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