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Asien: Dauerbrenner SUV

© Maksim Toome - Fotolia.com

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In China muss alles immer ein bisschen größer sein. Nicht nur das Land gehört zu den größten der Welt, auch die zahlreichen Millionenstädte sprechen Bände. Dass man dort auch entsprechend unterwegs sein möchte, zeigt die wachsende Zahl der SUV-Neuanmeldungen. Allein im vergangenen Jahr wurden 1,6 Millionen neue Geländewagen in China registriert. Dabei scheinen die vermeintlichen Makel der SUVs wie hoher Verbrauch und großer CO2-Austausch keine Rolle zu spielen. Je größer, teurer und prestigeträchtiger, desto besser und beliebter das Modell. Vor allem Porsche profitiert von der „chinesischen“ Einstellung und verkauft seinen Cayenne nirgends so häufig, wie im Land der untergehenden Sonne. Mittlerweile stoßen alle namenhaften Autobauer mit ihren SUV-Modellen in den chinesischen Markt vor oder entwickeln sogar nur für China Sondermodelle, die in Europa sonst niemand kaufen würde.

Daher verwundert es nicht, dass bei der Automesse in Peking vor allem die SUVs im Mittelpunkt des Geschehens standen. Mercedes hatte sich sogar Peking für die Weltpremiere des neuen G-Klasse-Modells ausgesucht und konnte ordentlich punkten. Auch Audi fühlte vor und zeigte zwei kompakte SUVs auf der Messe. Zum einen den 360-PS-starke, tiefergelegte und verbreiterte RS Q3 als Concept-Car und zum anderen den speziell für den Markt entwickelte Q3 jinlong yufeng („goldener Drache im Wind“). Audi plant für 2012 die Markteinführung eines Kompakt-SUVs in China.

Auch heimische Hersteller wie Geely, Chery und Changan mischen auf dem umkämpften SUV-Markt mit und wollen ihr Stück vom lukrativen SUV-Kuchen haben. Allerdings besteht Nachholbedarf: die meisten Modelle können höchstens den Vergleich mit „normalen“ SUV wie dem Tiguan von Volkswagen oder dem Kuga von Ford standhalten. Zudem wurden bei einigen Modellen chinesischer Hersteller verblüffende Ähnlichkeiten zu beliebten deutschen Modellen von Porsche und BMW deutlich, die schlichtweg als Plagiate betitelt werden könnten.

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