E20 – EU drängt auf mehr Bioethanol im Sprit


E10, Quelle: Wolfgang Pfensig / pixelio.de

Der Streit um den Kraftstoff E20 reißt nicht ab. Aus einem internen Schreiben der Europäische Kommission geht nun hervor, dass die Mitgliedstaaten dazu gedrängt werden sollen, flächendeckend ab dem 1. Oktober 2012 E20-Kraftstoff anzubieten.

Der Klimaschutz freut sich. Allerdings nur dann, wenn auch genügend Anbauflächen für den neuen Kraftstoff mit der 20-prozentigen Bioethanol-Beimischung bereits vorhanden sind. Dies müssen die Produzenten, so die Europäische Kommission, nachweisen. Nicht erfreut sind dagegen die Automobilclubs. In einer ersten Stellungnahme haben sie die deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, sich klar gegen die Einführung von E20 zu positionieren. Das Chaos um die Einführung des E10-Kraftstoffs habe gezeigt, dass es verbindliche Garantien für die Nutzung des neuen Sprits geben müsse. Sollten auf der EU-Sitzung im April keine technischen und preislichen Garantien ausgesprochen werden, so solle die Bundesregierung ein Votum gegen E20 abgeben. Eine Stellungnahme der Umweltverbände bleibt noch abzuwarten. Diese zeigten sich überrascht über die plötzliche Ankündigung der Europäischen Kommission und äußerte sich lediglich dahingehend, dass jetzt zunächst einmal die Lage sondiert werden müsse.

Übrigens, nach ersten Umfragen sollen zum Stichtag im Oktober 2012 rund 83 Prozent der derzeit in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge den neuen Kraftstoff problemlos tanken können.


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