Mängelreport straft Wohnmobile ab

Mängelreport straft Wohnmobile ab

© panthermedia.net/Werner Heiber
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Wohnmobile werden immer beliebter in Deutschland. Allerdings zeigt die Auswertung der Statistiken des GTÜ, der Gesellschaft für technische Überwachung, dass sie mehr als Alltagsfahrzeuge die Neigung haben, mit Mängeln unterwegs zu sein.

Was in der Statistik auffällt, wird in der Realität kaum als überraschend wahrgenommen: Wohnmobile versehen ihren Dienst länger, als normale Autos. Da sie im Durchschnitt älter sind, sind auch mehr Schäden zu erwarten. Auch wechseln sich bei vielen Wohnwagen lange Standzeiten mit intensiver Benutzung ab. Nicht alle Teile von Fahrwerk und Antrieb vertragen dies gut. Und auch aus der Perspektive der Besitzer gesehen ist es klar, warum hier mehr Mängel auftreten als bei anderen Fahrzeugen: Im Wohnmobil ist Urlaub; Probleme, wie ein Besuch beim Mechaniker, werden auf später verschoben.

Die Verantwortlichen für die technische Sicherheit im Straßenverkehr müssen hier jedoch den Finger erheben, und die Besitzer von Wohnmobilen zu mehr Sorgfalt bei der Pflege ihrer Fahrzeuge ermahnen. Nur rechtzeitige Reparaturen und regelmäßige Wartung können die Anzahl der gefährlichen Unfälle minimieren. Am häufigsten wurden Fehler bei der Beleuchtung und Elektrik bemängelt. Doch auch Bremsanlagen, Motoren, Achsen und Räder wiesen häufig Mängel auf.

Wohnmobile sollen ihren Besitzern gleichzeitig Unabhängigkeit, Mobilität und Komfort bieten. Durch den Wohnteil sind sie schwerer und komplexer als normale Autos. Der Motor muss oft auch die Batterie speisen, welche für elektrische Haushaltsgeräte im Wohn-Bereich und für die Wasserpumpe da ist. Bei vollintegrierten Wohnmobilen ist der Führerstand mit dem Wohnbereich verbunden. Diese Fahrzeuge können nicht auf Serien-Lieferwagen basierend hergestellt werden, und sind deshalb Nischenprodukte; das macht die Reparatur und Wartung nicht einfacher. Ebenfalls ist bei ihenn der Motor so untergebracht, dass er möglichst wenig Platz wegnimmt. Dadurch ist der Zugang zum Antrieb erschwert, was Mechanikern ebenfalls Kopfschmerzen bereiten kann.


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