Peinliche Pleite für GMs Elektroauto

© Dron - Fotolia.com

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Kaum etwas ist für Autohersteller schlimmer als Sicherheitsmängel an ihren Fahrzeugen. Daimler muss sich noch heute mit dem Image-Schaden der A-Klasse rumschlagen, der sich wie ein Laubfeuer durch den nicht bestandenen „Elchtest“ verbreitete. Auch Toyota musste in den vergangenen Jahren immer wieder Fahrzeuge zurückrufen lassen, da es sicherheitstechnische Bedenken gab. Dem Imageverlust folgt in der Regel großer wirschaftlicher Schaden. Von dem ist nun auch General Motors betroffen und das ausgerechnet durch ein Sparte, die als zukunftsweisend gilt: das umweltfreundliche Elektroauto!

Im Mittelpunkt steht GM´s Vorzeige-E-Car, der Chevrolet Volt: Der elektrisch angetriebene Kleinwagen ist nach einem Crashtest in Flammen aufgegangen und verbreitet nun Bedenken bei den noch wenigen Besitzern, aber mehr noch bei der Konzernleitung von GM. Der Hoffnungsträger für eine grüne Zukunft kann dadurch zu einem Image-Problem werden, dass auch den baugleichen Opel Ampera betreffen kann. Doch wie konnte es dazu kommen? Nach einem Crashtest der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), den der Volt mit Bravour und fünf von fünf möglichen Sternen bestanden hatte, kam das „Unfallfahrzeug“ ins Lager, wo es 21 Tage später plötzlich zu brennen begann. Laut Ermittlungen war ausgerechnet die Batterie des Elektromobils Auslöser des Feuers. Wie bekannt wurde, wurde der Kühlkreislauf bei dem Crash unterbrochen, was zum Auslaufen der Kühlflüssigkeit führt, wodurch sich in der Folge die Zellen des Lithium-Ionen-Akkus überhitzen und Feuer fingen. Der Fehler lag in dem Fall bei der NHTSA, die den Akku – entgegen der Empfehlung von Chevrolet – nicht entluden. Dass die Batterie-Typen bei Überhitzung zu brennen anfangen, ist schon bei MP3-Playern oder Handys bekannt gewesen, in der Automobilindustrie allerdings neu und besorgniserregend. Dafür sorgten auch die weiteren Tests im Labor: Zwei von drei bewusst beschädigte Batterie-Pakete entzündeten sich in unterschiedlichen Zeiträumen. Und die Sorge ist nun auch bei den Besitzern angekommen, die ihren Volt teilweise zurückgeben möchten.


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