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PSA Peugeot-Citroën: Retten, was noch zu retten ist

© Daniel Ernst - Fotolia.com

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Europas Wirtschaft geht es schlecht. Dies alleine wäre inzwischen keine Meldung mehr wert, denn dabei handelt es sich um einen allgemein bekannten Fakt. Schon der deutsche Traditions-Autobauer Opel bekommt die Krise am eigenen Leib zu spüren, die Folgen für die Angestellten und den Vorstand sind immer noch nicht endgültig abzusehen.
Nun erwischt es den nächsten Auto-Giganten: Der zweitgrößte KFZ-Hersteller Europas, PSA Peugeot-Citroën, gab nun bekannt, dass er mehrere Tausend Stellen abbauen muss. Das wirtschaftliche Defizit auf dem europäischen Markt in diesem Jahr sei einfach zu massiv. Man erwarte einen Absatzrückgang von knapp acht Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies ein Minus von stolzen 700 Millionen Euro im ersten Halbjahr.
Schlimm genug, dass so viele PSA-Mitarbeiter um ihre Jobs bangen müssen – der französische Hersteller wurde unlängst erst vom Staat mit sehr viel Geld unterstützt. Vier Milliarden Euro, so heißt es, pumpte Frankreich in einen seiner Vorzeige-Konzerne. Die Regierung kocht vor Wut und möchte in einigen Tagen über das riesige Verlustgeschäft von Peugeot-Citroën eingehend beraten.
Erst vor einiger Zeit verbündete sich PSA mit den Amerikanern von General Motors, woraufhin die weitere Fertigung des Opel Zafira an die Franzosen abgegeben wurde.

Nun also diese schlechten Neuigkeiten, die bei den Experten und an der Börse für schienbar skeptische Reaktionen sorgen. Stellenabbau schön und gut, allerdings haben solche Einsparpläne auch ihre Tücken. So zeigt man sich durchaus enttäuscht über die verhältnismäßig geringe Zahl der Entlassungen. 8 000 weniger Arbeitskräfte sei für PSA das unterste Limit, so war es aus manchen Kreisen zu hören. Auf der anderen Seite bedeute dieses Maß an Stellenabbau zudem einen Verlust an Produktivität, was wiederum dazu führen könne, dass die Pläne gar nicht in vollem Umfang durchzuführen seien. So eine Situation nennt man im Allgemeinen „Teufelskreis“.

In Rüsselsheim wird man diese ernüchternde Entwicklung bei Peugeot-Citroën mit Schrecken aufgenommen haben. Denn über Opels Zukunft entscheidet ganz allein General Motors. Der Konzern wiederum zeigt bislang kein gesteigertes Interesse daran, Opel auf dem asiatischen oder amerikanischen Markt eine Chance zu geben, um so die Folgen der europäischen Krise aufzufangen. Es ist also zu befürchten, dass der massive Verlust mitsamt dem daraus resultierendem Stellenabbau sowie Werksschließungen und Produktionsstopps bei PSA Peugeot-Citroën bislang noch ungeahnte Folgen für indirekt beteiligte Auto-Bauer nach sich zieht. Das Wanken traditioneller europäischer Auto-Marken wird immer stärker.

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