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DriveNow, Car2Go und Flinkster – das Prinzip des Carsharings

BMW, Smart und Co. bieten in Deutschlands Großstädten mittlerweile Carsharing an

BMW, Smart und Co. bieten in Deutschlands Großstädten mittlerweile Carsharing an

In Zeiten Portemonnaie-unfreundlicher Spritpreise erfreut sich das Thema Carsharing stetig wachsender Beliebtheit. In deutschen Großstädten, wie z. B. in Berlin oder München, sieht man mittlerweile fast an jeder Kreuzung oder in jeder Straße ein Fahrzeug eines Carsharing-Anbieters.

Besonders beliebt sind derzeit BMWs und Sixts „DriveNow“, „Car2Go“ von Smart und Europcar sowie „Flinkster“, das Carsharing-Modell der Deutschen Bahn.

Nutzung: Wie funktioniert es?

Das Prinzip ist ebenso simpel wie effektiv: Innerhalb eines bestimmten Gebietes können die angebotenen Fahrzeuge jederzeit spontan per Smartphone-App, Internet oder Telefon angemietet und auch wieder abgestellt werden – an feste Stationen oder Abgabestellen ist man dabei nicht gebunden, frei nach dem Grundgedanken: Nimm dir, was und wie lange du es brauchst, und lass es da stehen, wo du möchtest!

Das klingt nicht nur in der Theorie unkompliziert, sondern gestaltet sich auch in der Praxis einfach: Nach der Erst-Registrierung (DriveNow: 29 Euro; Car2Go: 9,90 Euro) in einer Filiale der jeweiligen Anbieter (Führerschein nicht vergessen!), bei der man mit einer Chipkarte oder einem „RFID“-Aufkleber auf dem Führerschein ausgestattet wird, kann man ein Fahrzeug in der Nähe, z. B. ganz bequem über das Smartphone oder im Internet, lokalisieren lassen und anschließend reservieren. Bei DriveNow und Car2Go ist dies maximal 15 Minuten im Voraus möglich.

Das Beste zum Schluss: Car2Go- und DriveNow-Fahrzeuge können überall abgestellt werden – auch auf kostenpflichtigen, öffentlichen Parkplätzen. Dafür muss kein Parkschein gelöst werden! Hier haben die Anbieter mit den Städten eine Sonderregelung getroffen. Allein Flinkster-Wagen müssen derzeit noch an bestimmten Sammelstellen abgegeben werden, ein flexibles Abstellsystem ist aber bereits in Planung.

Preise: Was kostet es?

Bei DriveNow mietet man die Autos – 1er BMW oder MINIs – pro Minute. Eine gefahrene Minute kostet dabei 29 Cent. Ebenso bei Car2Go, deren Flotte aus Smarts besteht. Stellt man das Auto ab, möchte es aber noch behalten, z. B. weil man in der Zwischenzeit einkaufen geht, kostet die abgestellte Minute bei DriveNow zehn Cent, bei Car2Go neun Cent.

Bei Flinkster bezahlt der Nutzer nach gefahrenem Kilometer sowie genutzter Stunde. Ein Kilometer kostet zwischen 18 und 29 Cent, der Stundenpreis liegt bei maximal fünf Euro. Bei Nutzung im abgestellten Modus wird nur über den Stundenzähler abgerechnet. Die Mindestmietdauer beträgt eine Stunde.

In allen Preisen sind Kraftstoff, Autowäsche und Versicherung enthalten. Abgerechnet wird übrigens über Kredit- oder EC-Karte. Allerdings ist das von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich – vor Vertragsabschluss prüfen!

Details: Wer bietet was?

DriveNow:

Gibt es bisher in München, Düsseldorf und Berlin. In der Hauptstadt steht mit 500 Fahrzeugen (1er BMW, teils mit Automatik, MINI Cooper, MINI Cooper Cabrio, MINI Clubman) die größte Flotte zur Verfügung. Zur Ausstattung in allen Fahrzeugen gehören Klimaanlage, Tempomat sowie Einparkhilfe.

Car2Go:

Gibt es in vier deutschen Städten, hinzu kommen neun internationale Standorten. In Berlin stehen 1 000 Fahrzeuge (Smart) zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören Klimaanlage und Navigationsgerät.

Flinkster:

Gibt es an 800 Stationen in Deutschland. Insgesamt stehen bundesweit rund 2 500 Fahrzeuge zur Verfügung. Zur Flotte gehören u. a. Smarts und Elektro-Citroens, aber auch größere Fahrzeuge sowie Transporter und Kleinbusse.

Fazit

Mit dem modernen Prinzip des Carsharings lässt sich nicht nur die Umwelt schonen und Geld sparen, es werden auch Zeit gespart und Nerven geschont. Als Ergänzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln das perfekte Modell der Fortbewegung.

Bilderrechte: © mario_vender – Fotolia.com

Über den Author

Thilo Seit 2005 beschäftigt sich der 27-jährige Autor Thilo aus Berlin mit dem Thema Mobilität, seither besucht er regelmäßig die IAA in Frankfurt am Main. Seit der ersten Berührung mit dem Thema Green Mobility, interessiert er sich vorrangig für Elektroautos und Hybride.

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