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Was aus E10 wurde

Sei es der Wunsch gewesen, sich aus der Abhängigkeit der Ölmultis aus dem Nahen Osten zu befreien. Oder sei es einfach nur der Umwelt zuliebe gewesen, indem der CO2- Ausstoß verringert werden sollte. Die Gründe für  Einführung von E10 waren durchweg edel. Der Kraftstoff wurde dennoch kein Erfolgsmodell. Seit Anfang 2011 erhältlich, wird der von den Verbrauchern leider kaum angenommen. Eigentlich zu unrecht.

Man darf sich wundern. Obwohl die Benzinpreise die vergangen Monate durch die Decke gingen und E10 etwa 4 Cent billiger als Super E5 angeboten wird, meiden die meisten Autofahrer den Ökosprit. Gerade mal 13 % mache der Anteil von E10 am Gesamtumsatz deutscher Tankstellen aus, so der Mineralwirtschaftsverband. Der Biokraftstoff ist damit ein Ladenhüter. Was ist der Grund?

Objektiv betrachtet gibt es keinen. Zwar versichern die großen Hersteller alle, das Tanken des Ottokraftstoffs mit einem  Anteil von 10% Bioethanol sei bei allen jüngeren Modellen    unbedenklich, doch der Verbraucher bleibt bei den alten Kraftstoffen. Sicher ist sicher.

Subjektiv scheinen die anfänglich von den Medien verbreiteten Berichte mehr als verunsichert zu haben. Die Angst vor Motorschäden ist groß. Völlig unbegründet findet selbst der ADAC. Im sind keine Fälle bekannt, bei denen E10 nachweislich zu Komplikationen geführt hätte. Und noch ein zweiter Grund scheint für die breite Ablehnung zunehmend ausschlaggebend zu sein. Umweltbewusste Verbraucher befürchten, dass der Anbau des Biokraftstoff Monokulturen fördere, damit die Artenvielfalt einschränke und den Hunger in der Dritten Welt vergrößere

So liegt es nun an den Ölkonzernen den Herstellungsprozess transparent zu machen und damit aufzuzeigen, dass nachhaltig gewirtschaftet wird. Denn würde die breite Mehrheit auf E10 umsteigen, ließe sich CO2 tatsächlich entscheidend reduzieren.

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