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Der „Hiriko“ – ein Elektro-Auto zum Falten

Das faltbare E-Auto Hiriko kommt 2013 serienmäßig auf die Straße.

Das faltbare E-Auto Hiriko kommt 2013 serienmäßig auf die Straße.  –  Bild: (c) Hiriko Cars

Kleine Stadtautos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder: Wer heutzutage in der Großstadt einen Parklatz sucht, kommt nicht selten ins Fluchen. Fahrer eines Klein(st)wagens sind in solchen Momenten im Vorteil – selbst in den zugeparktesten Straßen bieten ihnen die kleinsten Lücken Platz.

Doch entgegen dem jahrzehntelangen Motto „Größer, schneller, klobiger“ der Automobilbranche, entwickelte das spanische Innovationszentrum Denokinn in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology, besser bekannt als MIT, nun ein Fahrzeug, dessen Anspruch sich dem Motto „Kleiner, effektiver, cleverer“ verschrieben hat.

 

Faltbares Elektroauto Hiriko kommt 2013

„Hiriko Citycar“ heißt das Fahrzeug, das ein paar Tricks und Kniffe mit sich bringt: Es ist ein faltbares Elektroauto – das bedeutet, bei Bedarf kann die Fahrgastzelle entlang einer Schiene in die Höhe befördert werden, und das eigentlich 2,50 Meter „lange“ Auto schrumpft auf eine Länge von nur 1,50 Meter. Zusätzlich lässt sich die Frontscheibe hochklappen, sodass man nach vorne aussteigen kann. Dabei ist die Idee eines faltbaren Automobils gar nicht so neu: Der deutsche Erfinder und Ingenieur Engelbert Zaschka stellte bereits 1929 in Berlin ein ähnliches Konzept vor – und war damit seiner Zeit (zu) weit voraus.

Angetrieben von vier Elektromotoren, die jeweils ein Rad in Bewegung setzen, bietet der Hiriko einen weiteren Clou: Gelenkt wird mit einem Joystick, mit dem sich nicht nur die Vorderräder steuern lassen, sondern auch die Hinterräder – so verfügt der Kleinstwagen über einen „Kleinstradius“. Das macht den Spanier deutlich beweglicher und rangierfähiger z. B. beim Einparken. Kurbeln ade!

„… Alle vier Räder des Hirikos lassen sich mit dem Joystick drehen – Einparken leicht gemacht! …“

Umweltfreundlichkeit

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h zählt das City-Car nicht gerade zu den Flitzern unter den Automobilen dieser Zeit – muss es aber auch nicht. Es hat andere Vorzüge – neben seiner Platzeffizienz zum Beispiel die Umweltfreundlichkeit. Mit einer vollen Batterieladung kommt der Hiriko, der aus dem baskischen übersetzt „für die Stadt“ heißt, bis zu 120 Kilometer weit. Der Zweisitzer, dessen Bau die EU mit Geldern zur Förderung benachteiligter Regionen bedacht hat, kommt 2013 auf den Markt und soll hauptsächlich im Car-Sharing-Bereich eingesetzt werden. Für Privatkunden kostet der „Kleine“ nach Herstellerangaben 12 500 Euro.

 

Über den Author

Thilo Seit 2005 beschäftigt sich der 27-jährige Autor Thilo aus Berlin mit dem Thema Mobilität, seither besucht er regelmäßig die IAA in Frankfurt am Main. Seit der ersten Berührung mit dem Thema Green Mobility, interessiert er sich vorrangig für Elektroautos und Hybride.

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