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Elektroauto Saab 9-3 True Electric – Totgeglaubte leben wieder

Bild: © Saab/NEVS 2011/2012 - Der Saab 9-3 ePower kommt mit 184 PS und 150 km/h daher

Bild: © Saab/NEVS 2011/2012 – Der Saab 9-3 ePower kommt mit 184 PS und 150 km/h daher

Vor etwa einem Jahr musste der Autobauer Saab Insolvenz anmelden. Rund 3 500 Mitarbeiter waren von dem Ende des schwedischen Automobilherstellers betroffen. Nun scheint ein wenig Hoffnung für die Zukunft von Saab zurückzukehren. Spätestens 2014 sollen Fahrzeuge der Traditionsmarke wieder über die Straßen rollen, zumindest in China. Dafür jedoch umweltfreundlicher als jemals zuvor: Der neue Besitzer, das schwedisch-chinesische Konsortium National Electric Vehicle Sweden (NEVS), wird in Zukunft auf Basis des Saab ein Elektroauto, den Saab 9-3 ePower, produzieren. Ziel ist es, führender Anbieter für E-Cars im asiatischen Raum zu werden.

Saab als Elektroauto

Der E-Saab wurde bereits vor zwei Jahren als Studie auf dem Pariser Autosalon vorgestellt und schafft es nun in die Serienproduktion. Dabei möchte NEVS neue Maßstäbe für die Sparte der Elektroautos schaffen. Angefangen bei der Motorisierung, denn die Leistung des E-Aggregats kann sich sehen lassen: 184 PS (135 kW) beschleunigen den Elektro-Saab in 8,5 Sekunden auf 100 km/h und machen in der Spitze erst bei 150 km/h Schluss. Das schaffen elektronisch betriebene Fahrzeuge nicht oft. Die durchschnittliche Reichweite von 250 Kilometern ist allerdings nur mittelmäßig und hat mit neuen Maßstäben nicht viel zu tun. Die Energie zieht sich der 9-3 ePower aus einer Batterieeinheit mit 35,5 kWh Speichervermögen.

 

Der 9-3 ePower wird zwar wie ein Saab aussehen, sich jedoch nicht mit entsprechendem Emblem präsentieren dürfen.

Saab-Elektrofahrzeug ohne Saab-Logo

Der ePower wird weiterhin in Schweden, im Stammwerk Trollhätten gefertigt. Allerdings wird sich nur ein sehr geringer Teil der bisher bei Saab Beschäftigten Hoffnung machen können – NEVS wird zunächst nur 75 Mitarbeiter für die neue Produktion einstellen.

Die Technologie für den E-Saab kommt ebenfalls aus Schweden. Der Elektrospezialist Electro Engineering Company aus Uppsala unter Führung von Thomas Bergfjord hat es geschafft, aus dem Batteriepaket die volle Leistung herauszuholen. Bislang musste man sich mit 80 Prozent zufriedengeben. Ebenfalls nachhaltig sind die neuen E-Aggregate von Bergfjord: So können nun defekte Zellen der Batterie einzeln ausgetauscht werden, statt wie zuvor den gesamten Speicher zu entsorgen. So wird auch die Produktion deutlich preiswerter: Für den Saab 9-3 ePower sollen rund 35 000 Euro fällig werden. Allerdings muss man trotz des stolzen Preises auf das klassische Saab-Logo verzichten: Nach der Übernahme von NEVS folgte ein Rechtsstreit mit Scania und Saab Aerospace, in der Folge die E-Cars zwar wie ein Saab aussehen, sich jedoch nicht mit entsprechendem Emblem präsentieren dürfen. Es gibt wohl Schlimmeres.

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