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Elektrofahrzeug „eT!“ – Volkswagens Postauto von morgen

Der "eT!" ist auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 zu sehen. Er gilt als Nachfolger des legendären Postautos der 60er-Jahre, "Fridolin".

Der „eT!“ ist auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 zu sehen. Er gilt als Nachfolger des legendären Postautos der 60er-Jahre, „Fridolin“.

Lange Zeit war von den deutschen Automobilherstellern nicht viel zum Thema Elektrofahrzeug zu vernehmen, doch nun ist der Knoten geplatzt. Besonders Volkswagen scheint dabei im wahrsten Sinne des Wortes unter Strom zu stehen – nach dem „eUp!“ präsentiert der Wolfsburger Konzern sein nächstes Elektroauto: Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover, die vom 20.-27.09.12 über die Bühne geht, wird der „eT!“ vorgestellt.

K.I.T.T. lässt grüßen: Der „eT!“ kann eigenständig fahren und per Smartphone zu sich gerufen werden oder dem ausgestiegenen Fahrer „folgen“.

Ein Transporter als Elektrofahrzeug

„eT!“ steht dabei als Abkürzung für Elektro-Transporter – nach Hause telefonieren möchte der Wagen wohl eher nicht. Dafür aber des Öfteren zurück an die Steckdose. Und auch wenn das Elektrofahrzeug, das als Studie von VW in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Deutschen Post als moderner Nachfolger des einstigen Kult-Postautos „Fridolin“ aus den 1960er-Jahren entstand, kein gestrandeter Außerirdischer ist, könnte man bei der verbauten Technik und künstlichen Intelligenz des Wagens durchaus auf die Idee kommen, es handele sich um ein Gefährt aus einer anderen Welt.

So verfügt der „eT!“ z. B. über die Funktionen „Come to me“ und „Follow me“: Sie sorgen dafür, dass sich das E-Auto via Smartphone fahren lässt, ohne dass jemand darin sitzt – wenn auch nur mit bis zu 6 km/h, und dass der Transporter seinem Fahrer auf der Straße hinterherfährt – selbstständig! Letztere Funktion dient dabei vor allem dem Einsatz im Paketbotendienst. Über WLAN und durch sechs Transponder sowie einen Transceiver, den der Fahrer am Arm trägt, erfolgt der dafür benötigte Datenaustausch.

Für die Funktion „Come to me“ wurden mehrere Kameras verbaut, über die das Elektromobil mögliche Hindernisse und Fahrbahnmarkierungen „wahrnimmt“. Dank einer elektromechanischen Servolenkung kann der „eT!“ so eigenständig die Spur halten und Behinderungen umfahren. Knight Riders „K.I.T.T.“ lässt grüßen!

Ein Drivestick in der Mitte des Fahrzeugs lässt sich von Fahrer- und Beifahrerseite bedienen, sodass der Fahrer schnell zu beiden Seiten aussteigen kann, um seine Fracht zu übermitteln. Bis zu 40 Minuten Zeitersparnis verspricht Volkswagen durch die Funktionen.

131 PS dank zweier Elektromotoren

Zurzeit ist das 4,09 Meter lange Elektrofahrzeug, das mit zwei Radnabenmotoren ausgestattet ist, nur als Konzeptstudie zur Erprobung unterwegs. 196 kW bzw. 131 PS treiben den „eT!“ dabei nach vorne – Spitzengeschwindigkeit: 110 km/h. Die Lithium-Ionen-Akkus (32,1 kWh) sollen bei voller Ladung eine Reichweite von rund 100 Kilometern haben. Die Ladefläche bietet Platz für Frachten von insgesamt 4,1 Kubikmeter. Der „eT!“ soll damit laut VW für gewerbliche Nutzungen aller Art verwendet werden können. Zu bewundern ist das Postauto der Zukunft ab dem 10. September für eine Woche auf der IAA Nutzfahrzeuge in Niedersachsens Landeshauptstadt.

Bilderrechte: © VW AG

Über den Author

Thilo Seit 2005 beschäftigt sich der 27-jährige Autor Thilo aus Berlin mit dem Thema Mobilität, seither besucht er regelmäßig die IAA in Frankfurt am Main. Seit der ersten Berührung mit dem Thema Green Mobility, interessiert er sich vorrangig für Elektroautos und Hybride.

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