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Ford Focus Electric – hat Europa auf ihn gewartet?

Bild: © Ford/Auto-Reporter.NET - Der Ford Focus Electric - Wie wird der europäische Markt reagieren?

Bild: © Ford/Auto-Reporter.NET – Der Ford Focus Electric – Wie wird der europäische Markt reagieren?

Premiere beim US-amerikanischen Autobauer Ford: Im kommenden Sommer gibt es das erste rein elektrisch angetriebene Auto dieser Marke in Europa. Der Ford Focus Electric soll mit einer Akkuladung mindestens 160 Kilometer weit kommen.

Bringt der Focus Electric den europäischen Markt ins Rollen?

Auf den ersten Blick wirkt das neue Gefährt wie ein ganz normaler Ford. Doch kein Wunder, schließlich steckt die Besonderheit unter der Motorhaube. Aber schon auf der Oberfläche des neuen Fords zeigen sich bei genauerer Betrachtung eindeutige Indizien: So findet sich dort die fünfpolige Buchse für das Ladekabel. Sie sitzt hinter einer runden Klappe, zwischen dem vorderen Radhaus und der Fahrertür. Zudem fällt der deutlich kleinere Kofferraum und das Mehrgewicht von rund 350 Kilogramm auf.

Interesse der Verbraucher noch nicht abzusehen

Verbaut wurden moderne Lithium-Ionen Akkus, die in einer Kooperation mit einem koranischen Chemiespezialisten entwickelt und hergestellt wurden. Der neue Ford Focus Electric wird dagegen in Europa gefertigt, genauer gesagt im Werk Saarlouis, wo er sich das Produktionsband mit allen anderen Focus-Typen teilen wird. Eine ökonomisch verständliche Lösung, denn bislang steht in den Sternen, wie die Verbraucher auf das erste reine E-Auto von Ford reagieren werden. Der Markt der alternativen Antriebe will einfach nicht so recht ins Rollen kommen. Außerdem zeigen Umfragen, dass das Interesse an diesen Technologien sinkt, je besser Verbraucher über solche Schwachstellen der Technik wie die eingeschränkte Reichweite und eine fehlende Strom-Infrastruktur Bescheid wissen.

bislang steht in den Sternen, wie die Verbraucher auf das erste reine E-Auto von Ford reagieren werden

Mit Schmetterlingen noch umweltfreundlicher ans Ziel

Zumindest die Reichweite sollte beim Ford Focus Electric nicht für Kopfzerbrechen sorgen. 160 Kilometer weit soll man mindestens kommen, eine Komplettaufladung je nach Stromquelle zwischen drei und acht Stunden dauern. Wer auf seinen Fahrstil achtet, schafft es noch weiter und kassiert dafür Schmetterlinge. Ja, richtig gehört! Denn auf einem Bildschirm rechts im Cockpit wird die verbleibende Reichweite durch Schmetterlinge dargestellt.

Bild: © UnitedPicutes/Auto-Reporter.NET - Im Vergleich zum Benziner-Pendant macht der Focus Electric keine allzu gute Figur

Bild: © UnitedPicutes/Auto-Reporter.NET – Im Vergleich zum Benziner-Pendant macht der Focus Electric keine allzu gute Figur

Kontrolliertes Bremsen spart Energie

Um wieder Energie reinzuholen, setzt Ford bei seinem ersten reinen Elektromodell vor allem auf die Rückgewinnung der Bremsenergie. Diese lässt sich im Automatikgetriebe in zwei Stufen kontrollieren und packt entweder schwach oder überraschend stark zu. 146 PS und 250 Nm maximales Drehmoment bringt der Elektromotor vom Zulieferer Magna mit. Der kräftige E-Motor ist extrem leise und kommt locker auf sportliche 135 km/h.

Blasser Auftritt gegen Benziner-Focus

Obwohl der neue Ford Focus Electric hierzulande erst im Sommer 2013 erscheinen soll, wird er in den USA schon seit Monaten angeboten. Bislang sollen aber nur einige hundert Modelle einen neuen Besitzer gefunden haben. Denn im Vergleich zu einem konventionellen Focus kommt die elektronische Variante alles andere als gut weg: Ein höherer Anschaffungspreis und mehr Gewicht, gleichzeitig weniger Kofferraum, geringere Reichweite und Geschwindigkeit – das überzeugt nur wenige Verbraucher, denen es wirklich ernst mit dem Umweltschutz ist. Den E-Ford gibt es in den Vereinigten Staaten für knapp 40.000 Dollar, was das smarte Gefährt auch ungefähr in Euro umgerechnet kosten wird. Bringt der Focus Electric den herbeigesehnten Durchbruch für die E-Mobilität in Europa?

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