Frauenhofer Institut: „Und so jemand kauft ein Elektroauto!“

Frauenhofer Institut: „Und so jemand kauft ein Elektroauto!“

© Petair - Fotolia.com
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Wenn allgemein über Elektroautos diskutiert wird, kommt man häufig zum Schluss, dass die lautlosen Pkw zwar lobenswert umweltfreundlich, für heutige Käufer jedoch noch zu teuer und unpraktisch sind. Dabei gerät oft in Vergessenheit, dass auch die optimistische Schätzung von Bundeskanzlerin Merkel, dass bis 2020 eine Million Elektro-Fahrzeuge auf den Straßen Deutschlands unterwegs sind, nicht davon ausgeht, dass alle Autofahrer sofort auf die neue Antriebsart umstellen. Auch wenn alles gut geht, müssen Elektro-Autos nicht jedem gefallen: Es reicht, wenn in den nächsten acht Jahren jeder vierzigste Deutsche einen solchen Pkw kauft.

Deshalb hat das Fraunhofer-Institut eine Studie durchgeführt, welche ermitteln soll, wer in diese Nische von Käufern fällt. Dazu befragte das Institut 1 000 Menschen in Deutschland. Aus ihren Antworten zogem die Forscher Schlüsse darauf, an welche Kunden sich die ersten Elektro-Autos wenden sollten.

Die Käufer von Elektrofahrzeugen

Laut den Ergebnissen der Studie ist der typische Käufer eines heutigen Elektroautos zwischen 40 und 50 Jahre alt, überdurchschnittlich gebildet, und wohnt in einer Agglomeration oder einer ländlichen Gegend. Besonders die letzte Eigenschaft ist darauf zurückzuführen, dass man heutzutage für die sinnvolle Nutzung eines Elektro-Autos noch vielfach auf die eigene Steckdose angewiesen ist: Noch gibt es keine breite öffentliche Infrastruktur von Ladestationen. Da Elektrofahrzeuge optimalerweise an ihrem Parkplatz aufgeladen werden, kommen heute nur Käufer in Frage, die über eine Garage mit Stromanschluss verfügen.

Voraussichtlich wird es zu wenig Personen auf dem Land geben, die diesen engen Kriterien entsprechen. Deshalb lässt die Studie des Fraunhofer-Instituts auch durchblicken, wer sonst noch als Käufer für Elektrofahrzeuge in Frage käme. Auch Männer ab 50 Jahren könnten ein interessiertes Zielpublikum darstellen, ebenso wie Rentner, die genug Geld zur Seite gelegt haben, um die zur Zeit noch eher teureren Fahrzeuge zu erwerben. Und schließlich kämen auch sehr umweltbewusste Menschen in Frage, die gezwungen sind, am motorisierten Individualverkehr teilzunehmen.


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