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Greenpeace nimmt VW in die Pflicht: Golf 7 soll Drei-Liter-Auto werden

Der Sechser geht – der Golf 7 steht bereit


Die Aufregung nimmt zu, die Anzahl der Vorberichterstattungen steigt unaufhörlich, und am 04. September ist es endlich soweit: Der neue Golf 7 soll in Berlin der Weltöffentlichkeit offiziell vorgestellt werden.

 

Geht der Golf 7 auch beim Spritverbrauch mit der Zeit?

Und zwar nicht in irgendeinem Autohaus, sondern Volkswagen wählte für sein Vorzeigemodell einen geradezu artifiziellen Rahmen: die Berliner Nationalgalerie. Der Pomp wird also groß sein, die Fans des Dauerbrenners werden Schlange stehen. Und während Teile der Presse den VW Golf 7 als Garanten für sichere Arbeitsplätze feiert und schon vor seinem Erscheinen verklärt, bringt sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace anderweitig in Stellung. Ihre Forderung lautet: Die neue Golf-Generation solle endlich das Versprechen von neuester Technik und Innovation auch in Hinsicht des Spritverbrauchs einlösen, kurz: Greenpeace fordert den Drei-Liter-Golf.

 

Golf prägt Kompakt-Klasse und soll Vorbild sein

Die Begründung klingt einleuchtend und für VW im Grunde durchaus schmeichelhaft. Die Umweltschützer argumentieren, dass der neue Golf erneut die untere Mittelklasse („Golf-Klasse“) in allen Belangen auf Jahre prägen werde. Viele Millionen Modelle werden in naher Zukunft an den Mann und an die Frau gebracht werden, die marktinterne Macht von Volkswagen sei damit enorm. Zudem könnte der Wolfsburger Konzern ein deutliches Zeichen an die Europa-Oberen senden, hinsichtlich erneuerbarer Energien und klarer Klimaauflagen an die übrigen Hersteller.

 […] die marktinterne Macht von Volkswagen [wird] enorm.

Mit vier Schritten zu drei Litern

Zu diesem Zweck hat Greenpeace eine Art Vier-Punkte-Plan entwickelt und veröffentlicht, wie es der neue Golf zu einem Drei-Liter-Auto schaffen kann. Die einzelnen Schritte, die mit gewissen technischen Veränderungen einhergingen und dank derer der CO2-Ausstoß gedrückt werden könnte, sind:

  • Weniger Gewicht
  • Weniger Rollwiderstand
  • Weniger Luftwiderstand
  • Effizienterer Antriebe

Die Vorschläge und Maßnahmen in ihren Einzelheiten werden von der Umweltschutzorganisation ausführlich aufgelistet. Es soll klar werden: Die Ideen sind nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern mit der vorhandenen VW-Technik durchführbar.

 

Klimaschutz serienmäßig

Greenpeace wirbt für seine Vorschläge, die VW-Spritspartechnik für alle Modelle umzusetzen mit dem Slogan: „Klimaschutz ist keine Sonderausstattung“
Bis heute hat man dem VW-Konzern nicht verziehen, dass der damals groß beworbene Drei-Liter-Lupo insbesondere aufgrund seines hohen Preises eine Mogelpackung darstellte, die bei Kunden, Presse und Händlern auf wenig Gegenliebe gestoßen war. Greenpeace wirft Volkswagen nun vor, den Flop des Lupos als Vorwand zu missbrauchen, Abstand zu einigen zu umweltfreundlichen Modellen zu wahren. Grund: mangelndes Kundeninteresse.

 

VW entscheidet

Das Drei-Liter-Auto mit einem CO2-Ausstoß der deutlich unterhalb von 80 Gramm/Kilometer liegt. Wird sich Volkswagen mit seiner neuen Golf-Flotte diese Forderung zu Herzen nehmen und die vorgeschlagenen Änderungen an den Modellen vor Markteinführung vornehmen? Schwer vorstellbar, es sei denn, dass VW bereits von sich aus diese Richtung eingeschlagen hat und den Golf 7 aus eigenem Antrieb als ersten Drei-Liter-Kompaktwagen etablieren möchte.

2014 soll der Golf 7 laut VW aber auch als Elektrofahrzeug auf den Markt kommen. Man darf gespannt sein.

 

Bilderrechte: © panthermedia / Werner Weber

Über den Author

Philip Philip ist schon seit der Kindheit von Autos begeistert und interessiert sich deswegen besonders für die neuesten Entwicklungen. Gerade der Bereich "Green Mobility" hat es ihm angetan, denn dort gibt es ständig tolle Innovationen und Technologien zu entdecken.

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  1. Elektrofahrzeug "eT!" - Volkswagens Postauto von morgen | Auto - Nachrichten - 12. September 2012

    […] nicht viel zum Thema Elektrofahrzeug zu vernehmen, doch nun ist der Knoten geplatzt. Besonders Volkswagen scheint dabei im wahrsten Sinne des Wortes unter Strom zu stehen – nach dem „eUp!“ […]

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