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Romet 4E – Elektrisches aus Polen

Bild: © ROMET - Der kleine Romet 4E - Vier Türen, Sonnendach und C1-Optik

Bild: © ROMET – Der kleine Romet 4E – Vier Türen, Sonnendach und C1-Optik

Wenn es mal wieder etwas vom Markt für Elektrofahrzeuge zu berichten gibt, dann stammen diese häufig aus Frankreich und Japan (neue Modelle) oder aus Deutschland (neue Enttäuschungen). Nun aber greift ein polnischer Hersteller in das Geschehen rund um die alternativen Antriebe ein. Die Idee: Man verzichtet auf jeglichen modernen Schnickschnack und dreht dadurch die Preisschraube gehörig zurück. Das Ergebnis nennt sich „Romet 4E“ und hält, was er (nicht) verspricht.

„Einen kleinen Romet ohne Extras bitte“

An dem Romet 4E werden puristische Sparfüchse ihre helle Freude haben. Die Liste der Ausstattungshighlights des Citroën C1-Doppelgängers lässt sich recht schnell abarbeiten: Sonnendach, Becherhalter, vier Türen. Markenfetischisten können noch das Citroën-Logo auf dem Autoschlüssel dazurechnen. Neben dem äußeren Erscheinungsbild des Romet 4E das auffälligste Merkmal der polnisch-französischen Zusammenarbeit – Also spielen die Franzosen doch wieder eine Rolle innerhalb elektrischer Auto-News.

Sparsam auf ganzer Linie

Im Innenraum des Romet trägt dann alles dem niedrigen Anschaffungspreis von vermutlich 8500 Euro Rechnung, angefangen bei der fehlenden Rückbank. Doch erst bei einem genauen Blick auf die technischen Details werden die wahren Einsparungen des Herstellers sichtbar. Unter der Motorhaube finden sich Bleibatterien, neun an der Zahl. Diese für E-Autos ungewöhnliche Technologie, normalerweise sind Lithium-Ionen-Batterien Standard, leistet maximal 16,5 kWh. Eine Strecke von 90 bis 180 Kilometern legt der Mini-Pole auf diese Weise zurück, die Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h macht ihn zu einem reinen Stadt-Auto. Nach knapp 48.000 Kilometern zurückgelegter Strecke und 400 Ladezyklen müssen die Bleibatterien durch neue Exemplare ersetzt werden, was einen finanziellen Aufwand von rund 2000 Euro bedeutet.

Bild: © ROMET - Günstiger City-Cruiser aus Polen

Bild: © ROMET – Günstiger City-Cruiser aus Polen

Geheimtipp, aber keine Empfehlung

Insgesamt gesehen hat der Romet E4 das ein oder andere Argument auf seiner Seite. Wer viel Geld sparen will, Wert auf Nachhaltigkeit legt und einen wendigen City-Cruiser für übersichtliche Entfernungen sucht, der ist mit dem kleinen Flitzer unserer Nachbarn ganz gut beraten.
Wer allerdings Wert auf aktuelle E-Technik-Standards und ein breites Händler-Netz innerhalb Deutschlands legt, der sollte etwas mehr Geld in die Anschaffung investieren, Alternativ-Modelle gibt es inzwischen genug.

Über den Author

Philip Philip ist schon seit der Kindheit von Autos begeistert und interessiert sich deswegen besonders für die neuesten Entwicklungen. Gerade der Bereich "Green Mobility" hat es ihm angetan, denn dort gibt es ständig tolle Innovationen und Technologien zu entdecken.

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