Streetscooter – Die E-Brieftaube der Post im Langzeittest

Streetscooter – Die E-Brieftaube der Post im Langzeittest

Bild: © Deutsche Post DHL - 50 elektrische StreetScooter sind bei der Deutschen Post derzeit eingeplant
Bild: © Deutsche Post DHL – 50 elektrische StreetScooter sind bei der Deutschen Post derzeit eingeplant

Die Deutsche Post vertraut auf Elektromobilität. Ab 2013 möchte das Unternehmen 50 Elektrolieferwagen einsetzen, die den täglichen Zustelldienst bewältigen sollen.

Reifeprüfung für den Prototyp von StreetScooter

Die Vorserienfahrzeuge kommen aus dem Hause des Elektromobilentwicklers StreetScooter. Zum ersten Mal wird damit der E-Transporter, der auf der IAA Nutzfahrzeuge sein Debut feierte, auf Herz und Nieren geprüft. Denn ein Brief- und Paketzusteller fährt bis zu 200 Stationen pro Tag an und ist bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz.

StreetScooter durchdenkt Mobilität von Anfang bis Ende

StreetScooter entwickelte bislang in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen das Short Distance Vehicle, ein Elektroauto für den Kurzstreckenverkehr. Die Ausgründung aus der RWTH Aachen hat sich vor allem das Ziel gesetzt, E-Cars preisgünstig herzustellen. Dafür entwickelt die StreetScooter GmbH nicht nur Elektroautos, sondern sie liefert ein Gesamtmodell, das auch Mobilitätsdienstleistungen einschließt. Ihr „Concept Zeitgeist“ reicht von Leasing über Car-Sharing bis hin zur Werkstatt. So durchdenkt das Unternehmen Mobilität – wie es selbst auf dem Webauftritt schreibt –: „von Anfang bis Ende“.

ein Gesamtmodell, das auch Mobilitätsdienstleistungen einschließt

Ein anpassungsfähiges Elektromobil

Der Prototyp des Postautos wirkt in der Tat durchdacht. Der Kastenaufbau des Elektromobils lässt sich individuell nach Kundenwunsch gestalten. Für die Post besitzt der Aufbau ein Ladevolumen von vier Kubikmetern. Auch der Radstand des Zweisitzers ist flexibel. Der modulare Stahl-Spaceframe der Karosserie beträgt bei dem Post-Prototyp 4,6 Meter.

Ideal für den Brief- und Paketdienst im urbanen und ländlichen Raum

Das elektrische Postmobil soll in erster Linie kurze Strecken fahren. Ideal für den städtischen Raum, eignet sich der Lieferwagen aber auch für Überlandfahrten. Die maximale Reichweite ist variabel, je nach Menge der Lithium-Ionen-Batterien. Für die Deutsche Post konzipierte StreetScooter den Prototyp mit einer Reichweite von 120 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 85 Kilometern pro Stunde. Eine Motorkraft von 45 kW bringen den Wagen ins Rollen.

Serienproduktion in Planung

Für die Zukunft strebt StreetScooter die Serienproduktion ihres Prototyps an. Schon ab einem Herstellungsvolumen von 500 Fahrzeugen soll sich die Fertigung wirtschaftlich lohnen. Für einen Flottenbetreiber ist die StreetScooter-Variante lukrativ. Denn sowohl Anschaffungspreis als auch die laufenden Kosten sind für die Elektromobile günstiger als für eine Fahrzeugflotte mit herkömmlichem Dieselantrieb. Ob nun Autoverleiher, Carsharing-Betreiber, Handwerks- oder Dienstleistungsunternehmen auf die Elektroflotte umrüsten, steht noch außer Frage, da das Wann und Wo der Serienproduktion noch unklar sind.


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