BodenseEmobil – E-Projekt in Süddeutschland


Bild: © panthermedia.net/Catherine Estevez - BodenseEmobil: Wie kommen Elektroautos in einer eher ländlichen Region wie Friedrichshafen am Bodensee an?
Bild: © panthermedia.net/Catherine Estevez – BodenseEmobil: Wie kommen Elektroautos in einer eher ländlichen Region wie dem Bodensee an?

Derzeit entsteht mit dem „BodenseEmobil“ eines der interessantesten Vorzeigeprojekte für Elektromobilität auf der ganzen Welt. Im schönen Friedrichshafen in der Bodensee-Region werkelt die Stadt gemeinsam mit der Deutschen Telekom an dem Großprojekt, das auch vom Bundesverkehrsministerium gefördert wird.

Der Bodensee als Schaufenster für die Mobilität von Morgen

Als einer von vier Gewinnern des „Schaufenster Elektromobilität“ darf sich das Projekt „BodenseEmobil“ über hohe Fördergelder freuen. Dem Bund geht es um die Demonstration und Erprobung innovativer Techniken rund um E-Mobilität im öffentlichen Raum, die auch internationales Aufsehen erregen sollen. Dafür steuert er insgesamt Fördermittel in Höhe von 180 Mio. Euro bei. Vom Bundeswirtschafts- und dem Bundesverkehrsministerium kommen jeweils 67 Mio. Euro. Das Bundesforschungsministerium ist mit 20 Mio. Euro dabei, der Restbetrag stammt aus dem Bundesumweltministerium. Neben dem „BodenseEmobil“ als Teil des „Living Lab BW E-Mobil“ aus Baden-Württemberg machten die Regionen Berlin und Brandenburg, Niedersachen und Bayern und Sachsen das Rennen.

Elektromobilität im ländlichen Raum: Eine echte Herausforderung

Für das ehrgeizige Projekt am Bodensee steuert der Bund rund 6,9 Millionen Euro bei. Untersucht werden soll, wie die Bewohner im ländlichen Raum auf E-Autos und Carsharing-Konzepte reagieren und ob sich solche Angebote sinnvoll mit dem öffentlichen Nahverkehr kombinieren lassen. Neben der Stadt Friedrichshafen und der Deutschen Telekom beteiligen sich zudem die Deutsche Bahn AG und die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW).

Integration der E-Mobilität

Das Pilotprojekt soll mindestens für 30 Monate laufen. Danach sollen E-Autos ganz normaler Bestandteil des Alltags der Menschen am Bodensee sein. Sie sollen in das öffentliche Verkehrsnetz integriert werden, damit etwa jederzeit ein Umsteigen vom Bus in ein geteiltes Auto möglich ist. Außerdem sollen sich E-Autos ins Energienetz einfügen, damit sie mit hundert Prozent sauberem Strom aus regenerativen Energien fahren und eine umweltbewusste Mobilität ohne versteckte Klimabelastung ermöglichen. Der letzte Punkt ist die Integration von E-Autos in ein modernes Informations- und Kommunikationsnetz. Das ist einerseits nötig, um die Position der Fahrzeuge zu bestimmen, könnte aber auch dazu benutzt werden, in Echtzeit die Verkehrssituation zu erfassen und bei Staus oder Unfällen automatisch andere Verkehrsteilnehmer zu warnen.

Wie nehmen die Bürger die neuen Technik an?

Werden die Bewohner der ländlichen Region in und rund um Friedrichshafen ein modernes ÖPNV-System mit Elektroautos akzeptieren? Das Pilotprojekt „BodenseEmobil“ ist gerade deshalb so interessant. Denn bislang wurde kaum untersucht, wie die E-Mobilität in ländlichen, weniger gut erschlossenen Gebieten angenommen wird. Die meisten Studien beschränken sich auf Großstädte, in denen die Rahmenbedingungen natürlich ganz andere sind.


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