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eVerkehrsraum Stuttgart untersucht Elektromobilität

Bild: © chris-m - Fotolia.com - Stadtverkehr

Bild: © chris-m – Fotolia.com – Wie wirkt sich Elektromobilität auf den Stadtverkehr aus?

Das Institut für Verkehrswesen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersucht, wie Elektromobilität zukünftig die Verkehrsplanung beeinflusst und verändert. In Stuttgart entwickelt das Institut ein Modell, das die Auswirkungen der E-Mobilität auf den Stadtverkehr und dessen Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Infrastruktur von Ladestationen abbilden soll.

Elektromobilität verändert Stadtverkehr

Das Projekt des Instituts für Verkehrswesen am KIT heißt „eVerkehrsraum Stuttgart“. Es wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über drei Jahre hinweg mit rund 460.000 Euro gefördert. Ziel der Forschung ist es, vorzeitig den Wandel des modernen Stadtverkehrs zu erkennen. So sollen eventuelle Probleme, die für die Markteinführung der Elektromobilität hinderlich sein können, frühzeitig beseitigt werden.

Mobilitätsverhalten entwickelt sich weiter

Was verändern die Elektrofahrzeuge? Anders als Sprit-Verbraucher sind E-Fahrzeuge von Akku-Reichweite, Lademöglichkeiten und -zyklen abhängig. Damit benötigen die Stromer eine andere Infrastruktur. Aber auch das individuelle Mobilitätsverhalten wird in der Untersuchung berücksichtigt – „da auch das sich ändern wird“, wie Professor Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am KIT prophezeit.

Zukunftsszenarium für die Region Stuttgart

Im Fokus der Untersuchung zur Elektromobilität stehen die durch die Elektroflotte verursachten Veränderungen: zum einen ein anderes Verkehrsaufkommen und zum anderen die Nutzungsmuster innerhalb der Stuttgarter Bevölkerung. Eine Software soll beides in einem Zukunftsszenarium abbilden. Als Ergebnis soll die Software in einer Multi-Agenten-Simulation „mobiTopp“ das Verkehrsverhalten aller Personen in der Region Stuttgart für eine Woche abbilden. Wer wohin fährt und welche Verkehrsmittel dafür verwendet, bildet das Szenarium zuerst nur für Stuttgart ab. Später sollen auch andere Standorte die Software mit Daten füllen.

Unterstützung bei Datenerhebung

Für eine treffsichere Vorausschau versorgen die KIT-Wissenschaftlicher die Software mit Daten aus dem baden-württembergischen Schaufenster Elektromobilität „Living Lab BWe mobil“. In dem von der Bundesregierung geförderten Projekt erforschen 100 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand die Elektromobilität in der Praxis – vom E-Bike über den E-Pkw bis hin zum elektrischen Transporter und Plug-in-Linienbus. Neben weiteren Zahlen aus bestehenden Verkehrsmodellen ohne Elektromobilität befragt das KIT-Team Verkehrsteilnehmer nach ihren tatsächlich zurückgelegten Wegen.

Ziel des KIT

Mit seiner Forschung zur Elektromobilität möchte das Karlsruher Institut für Technologie erarbeiten, was Fahrzeuge in Zukunft leisten müssen und welche Verkehrskonzepte, Prozesse und Technologien die künftige Mobilität prägen werden. Dabei berücksichtigen die Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Mensch, Fahrzeug, Infrastruktur und Gesellschaft.

Über den Author

Raimar Raimar lebt und arbeitet in Deutschlands Hauptstadt Berlin, seit Kurzem u. a. als Redakteur für auto-nachrichten.net, wo er sich vornehmlich mit dem Thema Green Mobility und Verkehrspolitik beschäftigt.

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